Pot up_pop up Komposttoilette
In Industrieländern basiert die Abflussentsorgung auf Wassersystemen (in Trinkwasserqualität), welche zu schlechtem Geruch und giftigen Inhaltsstoffen in Kläranlagen führen.
Zugleich sinkt der Nährstoffgehalt unseres Bodens. Folglich werden wir immer mehr von künstlichen Düngern abhängig.
Nachdem ein Toilettenbehälter voll ist, startet der Kompostierungsprozess der Komposttoilette unmittelbar und benötigt circa sechs Monate.
Am Ende des Kompostierungsprozesses muss die Komposterde nicht umgetopft werden.
Die Keimung des Saatgutes und Anzüchtung von Jungpflanzen erfolgt direkt in den Eimern.
Neben der Verwendung der kompostierten Fäkalien zum Nahrungs und Pflanzenanbau ist die Energieerzeugung unter der Verwendung der Sickerstoffe,
allen voran Urin, ein weiteres Thema dieses Entwurfes.
Löcher im Boden des Eimers benetzen ein Filterpapier in der Untertasse mit Urin.
Am Boden der Untertasse befindet sich Magnesiumpulver; am Boden des Eimers eine Kupferplatte.
Die elektrische Ladung, die nun zwischen diesen Schichten entsteht, wird als Strom in eine Batterie gespeist oder direkt an die Haustechnik weitergeleitet.
Ergänzend zur Toilette entstanden Beistelltische aus alten Weinflaschen und Kork, ein Gefäß für die Humusbeigabe (Bokashi), eine Halterung für das WCPapier und ein WCStab aus Metall.
Materialien: Eimer: Kunststoff; Untersetzer: Kupfer, Kunststoff; Toilettensitz, Deckel: geöltes Holz; Tischfüße: alte Glasballone; Tischplatten: Messing, Kupfer und Kork
© Vera Wiedermann, 2011
Das Große Wiener Kaffeehausexperiment (MAK)
Der Ober gehört zum Wiener Kaffeehaus wie der Melange und das vergilbte Interieur.
Warum aber muss die Kommunikation mit dem Ober mühsam und das Bestellen kaum möglich sein? Die Projekte entstanden im Rahmen des "Großen Wiener Kaffeehausexperimentes" des Museums für Angewandte Kunst Wien (MAK).
Sie alle vereinfachen den Dialog zwischen Ober und Gast und bieten diesem eine neue Möglichkeit das Personal anzusprechen und das Umfeld durch die eigenen Gesten zu beeinflussen.
Der Aufsteller "Stummer Diener" zeigt die Speisekarte und vermittelt dem Ober je nach Farbkarte den Wunsch des Gastes.
Die Tischleuchte "Herr Ober" kann vom Gast durch Ziehen der Zugschnur auf einen blinkenden oder leuchtenden Modus geschaltet werden.
Die Tischglocke "Bimbam", ein Gegenstand aus der Serie "Salt and Pepper Shaker", übersetzt die lautlose Bewegung der Kugel in ein Signal an den Kellner.
"Mikado" verwendet die meist ungenutzte Tischvase als Basis, um den Wunsch des Gastes durch die Höhe des Stabes anzuzeigen.
© Vera Wiedermann, 2011
Schmuckstück
Vergoldete magnetische Perlen können individuell zu einem Schmuckstück
angeordnet werden. Der Verschluss der Kette ist dabei zugleich das Schmuckstück.
Körper existieren immer innerhalb bestimmter Zwänge, Einschränkungen und
Verwerfungen.
So auch diese Perlen: Während die Form der Kugel frei kombinierbar erscheint,
unterliegen sie in Wirklichkeit, durch ihre zweipolige Ausrichtung, einer strengen Matrix.
Die Benutzerin wird im Spiel mit der Anordnung feststellen, dass der Versuch,
das Schmuckstück zum Ausdruck ihrer selbst zu machen, vielfach verworfen werden
muss und es wie in der Realität nicht vollkommen ist.
Materialien: magnetische Perlen, vergoldet
© Vera Wiedermann, 2010/11
Te a me Teeset (White Edition)
Sicher haben Sie schon einmal beim Aufgießen einer Tasse den Beutel im Tee verloren oder sich geärgert, dass Sie die Schnur fest am Ohr der Tasse verknotet haben.
Das Teeset Te a me begegnet diesem Problem auf unkomplizierte Weise, indem der Teebeutel in den Rand der Tasse eingehängt werden kann.
In einer Vertiefung in der Mitte der Untertasse kann der Beutel nach dessen Gebrauch abgelegt und mit der Tasse abgedeckt werden.
Das Te a me Teeset wurde während der Vienna Design Week 2010 präsentiert und wurde 2011 in die ständige Designsammlung des Museums für angewandte Kunst Wien (MAK) aufgenommen.
Füllvolumen: 0,35 l
Materialien: Porzellan mit Silikonring (spülmaschinenfest, microwellengeeignet)
© Vera Wiedermann, 2008/10
Te a me Heißwasserkaraffe und Wasserkocher
Eine das Teeset ergänzende Wasserkaraffe kann direkt auf den Herd gestellt oder als Wasserkocher verwendet werden.
Ein thermomagnetischer Untersetzer ermöglicht ein direktes Servieren des heißen Wassers bei Tisch.
Materialien: Aluminium, rostfreier Stahl, Polyrethan
© Vera Wiedermann, 2010
Chopstix Besteck
In manchen Ländern Asiens verwendet man Essstäbchen, in anderen wiederum Gabel und Löffel.
Auch in ein und demselben Kulturkreis verwendet man je nach Mahlzeit bzw. Gericht oft verschiedenes Essbesteck.
Das Besteck Chopstix bedient sich einer Doppelkodierung indem es die Funktionen des europäischen Besteckes mit asiatischen Essstäbchen vereint und erübrigt somit die Wahl zwischen den zwei Werkzeugen.
Die Formensprache vereint die zunehmende Geometrisierung der Mahlzeiten in ihrer Gestaltung. Durch den Knick wird das Besteck vom Tisch angehoben und eine wesentlich leichtere Aufnahme ermöglicht.
Materialien: Edelstahl, antharazit galvanisiert oder vergoldet
© Vera Wiedermann, 2008/09
Chopstix Besteck (Wood Edition)
Diese neue Edition ist in Ahorn, Pinie, Nuss, Mahagoni und auf Anfrage in anderen Holzarten erhältlich.
© Vera Wiedermann, 2008/11
Parabol Pendelleuchte
Parabol überzeugt durch vielfältige Anwendungsmöglichkeiten.
Ihrer traditionellen Form steht moderne Technik gegenüber.
Diese Kombination aus gewohnter Form und LEDs baut dem Betrachter eine Brücke zwischen alt und neu, bzw. Glühbirne und neuem Leuchtmittel.
Materialien: Aluminium pulverbeschichtet, LED
© Vera Wiedermann, Zitta Schnitt 2009/10
Fossil Tisch
Der Charme rauer Oberflächen, welche von Zeit und Gebrauch zeugen, wurde vergleichbar mit Fossilien in Epoxidharz eingegossen.
Je nach Intensität der Farbpigmente wird dabei eine transparente oder milchige Oberfläche entstehen.
Auf Anfrage...
Materialien: Epoxidharz, Polyrethan Farbpigmente
© Vera Wiedermann, 2009/10